2 Wochen ohne Fernsehen – geht das?

Jeden Tag heimkommen, den Fernseher einschalten und dann anfangen seinen Haushalt oder sonstige Dinge zu tun. Total normal und total selbstverständlich. Erst, wenn man nicht mehr die Möglichkeit des Fernsehens hat, weiß man dies wirklich zu schätzen und nimmt es nicht mehr für komplett selbstverständlich.
Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Fernsehsuchti, dessen Lebensinhalt nur aus fernsehen besteht. Aber es gibt doch Momente, gerade am Abend wenn alles erledigt ist, und man sich dann einfach nur mehr auf die Couch chillen und eine Serie oder einen Film ansehen möchte. Plötzlich legt man sich zwar auf die Couch, muss dann aber schauen, wie man zu seinem Film oder Sonstigem kommt.
Die zwei Wochen kein Fernsehen waren übrigens kein freiwilliges Experiment. Durch Anbieterwechsel und sonstige Umstände bedingt gab es für mich ca. zwei Wochen keinen Fernsehanschluss. Und da ich auch kein Netflix oder Amazon Prime oder Co. habe, musste ich also anderweitig meine Abende verbringen. Ich besitze zwar viele DVD’s, aber selbst die sind irgendwann nicht mehr so interessant.

Beschäftigung suchen

Das Postive an dem Ganzen war natürlich, dass ich mich mehr um andere Dinge kümmern konnte bzw. anderen Hobbys nachgehen konnte, die ich sonst vernachlässigt hatte. Sei es mehr für meinen Blog zu tun, wieder einmal seit Langem ein Buch zu lesen oder einen Beautyabend einzulegen. Natürlich hab ich auch viel unternommen, sei es mit Freunden treffen, etwas trinken gehen oder gar wieder einmal fortgehen und ein wenig tanzen. Im Endeffekt findet man sich schon eine Alternative, wenn man nicht gerade der unkreativste Mensch auf der Erde ist.

Was mir am meisten daran fehlt

…ist das Hintergrundgeräusch. Einfach neben dem Kochen etwas zu hören, sich berieseln zu lassen obwohl man gar nicht richtig zuhört. Vor allem wenn man alleine ist, finde ich es am schlimmsten, denn dann hört man jedes Geräusch, selbst die des Nachbarn und es ist einfach schon zu leise. Tipp: Radio aufdrehen, hat natürlich auch geholfen als Alternative.
Und, was mir noch fehlt sind die Informationen. Wenn man nicht gerade auf Facebook scrollt, wo ja meistens sowieso alles gleich geteilt wird, wenn etwas passiert, dann kommt man einfach an keine Infos. Was ist in der Welt geschehen? Wie wird das Wetter? Welche Neuigkeiten werden in Zukunft die Welt erobern?

Fazit

Man schafft es. Es ist ein wenig wie Digital Detox. Und zeitweise ist es auch richtig angenehm. Zum Ende hin hat er mir fast nicht mehr gefehlt. Erst wenn man etwas nicht mehr hat, weiß man es zu schätzen. Und so geht es mir jetzt mit dem Fernsehen. Ich werde mich zwar im Nu damit wieder anfreunden und daran gewöhnen, aber ich werde es nicht mehr so als Selbstverständlichkeit ansehen. Und das, was ich nach wie vor als Pluspunkt mitnehmen möchte, ist, dass ich auch anderen Abendtätigkeiten nachgehe und mich nicht immer auf „20:15 Uhr ist Fernsehzeit“ versteife. Lesen macht mir so viel Spaß und trotzdem gehe ich dem viel zu selten nach. Genauso wie ich gerade statt zu fernsehen an meinem Blogpost arbeite – ich nutze diese Zeit jetzt ganz anders, viel produktiver und intensiver.
Respekt an alle, die von Haus aus keinen Fernseher besitzen!

Ich jedenfalls bin um eine Erfahrung reicher und würde jedem Empfehlen sich zumindest jetzt, wo er diese Zeilen liest, einmal Gedanken zu machen, ob man seine Zeit nicht sinnvoller oder für sich optimaler nutzen kann, wenn man das Fernsehen einmal weglässt.

Wie steht ihr zu diesem Thema? Wie oft schaut ihr fern und wie wichtig ist es euch? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!
Alles Liebe,
Eure Betti

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