Wieso muss man den Menschen das selbstständige Denken abnehmen?

In letzter Zeit bin ich mit gewissen Dingen öfter als sonst in Konfrontation gekommen, und musste mich immer öfter fragen „Muss man dem Menschen das selbstständige Denken wirklich durch alles abnehmen?“. Viele fragen sich wahrscheinlich jetzt wovon die Betti da redet und was sie meint. Lasst mich euch ein paar Beispiele nennen, dann werdet ihr schnell begreifen worum es mir geht.

Beispiel 1: Will man mittlerweile selbst Kuchen zu seiner großen Geburtstagsfeier in z.B. ein Gasthaus/Restaurant mitnehmen, gibt es tatsächlich Fälle in denen verlangt wird, dass man kennzeichnet, was in diesem Kuchen drinnen ist. So wie es mittlerweile für alle verpflichtend ist mit Buchstaben auf der Speisekarte ersichtlich zu machen, welche Allergene in dem Gericht enthalten sind.

Jetzt frage ich mich: Wenn ich eine Unverträglichkeit oder Allergie habe oder einfach aus freiem Wille auf etwas verzichten möchte, denk ich da nicht selber daran und frage mich BEVOR ich etwas kaufe oder konsumiere, ob darin etwas sein könnte, was ich nicht vertrage? Wenn ich auf Nüsse allergisch bin, dann ist es doch reinster Menschenverstand, dass ich zum Beispiel keine Vanillekipferl, Nusstorte oder Erdnussflips esse, oder?

Nein, man nimmt uns das Denken ab, indem man einfach alles kennzeichnet, damit ja niemand etwas unabsichtlich (oder auch absichtlich) isst, was er eigentlich gar nicht essen sollte.

Beispiel 2: Erst letztes Wochenende war ich auf einer Modenschau eingeladen. Dort gab es kurzzeitigen Aufruhr, dass Kinder doch unbedingt einen Ohrschutz bräuchten, da die Musik viel zu laut für sie sei – und die Veranstalter bekämen sonst mit der Behörde Probleme.

Jetzt frage ich mich: Jeder Erziehungsberechtigte/r, Erwachsene/r bzw. sogar schon größere Kinder werden für sich selbst sprechen können und wissen, wann es zu laut ist und wann nicht, oder? Ich denke, jedes Kind würde sich aus Reflex die Ohren zu halten wenn es zu laut ist – im Notfall müsste man sich natürlich eine Lösung einfallen lassen, aber da muss natürlich wieder die Menschheit vor allem Bösem im Vorhinein geschützt werden, weil man selbst nicht „kompetent“ genug ist zu entscheiden, wann es zu laut ist und wann nicht.

Beispiel 3: In den USA zum Beispiel wird so gut wie alles markiert und beschriftet. Wenn man etwas essbares kauft und ein Teil wie die Verpackung davon nicht essbar ist, wird das natürlich gleich hinaufgeschrieben. Gibt es Duschgels oder Cremen, die super lecker aussehen und riechen, dann steht dort auch meist oben „Nicht zum Verzehr geeignet oder Do not eat“.

Jetzt frage ich mich: Ist das nicht logisch? Ich würde nie auf die Idee kommen, Verpackungen zu essen, Shampoos oder Duschgels in mich hineinzukippen oder Waschmittel als Duschgel zu verwenden.

Versteht ihr jetzt was ich meine?

Jaja, die Gesetze und die Regierung und und und, die uns das eben aufbürgen und uns dazu verpflichten sind schuld. Das ist leider so. An Gesetze muss man sich nun einmal halten. Allerdings frage ich mich bei diesen Dingen doch sehr oft, ob so etwas wirklich notwendig ist. Für alles und jeden muss es eine Regelung geben, ja den Mensch, den Kunden schützen, damit ihm nichts passiert – und im Endeffekt dem Unternehmen, Hersteller, Restaurant, etc. eben auch nichts angehängt werden kann. Denn wenn alles ordnungsgemäß läuft, so kann sich auch niemand beschweren.
Aber damals hat man auch überlebt, da gabs all diese Dinge nicht oder zumindest nicht in diesem Ausmaß – und siehe da, meine Großeltern sind auch groß geworden ohne sich Butter ins Gesicht zu schmieren, weil sie dachten es sei Feuchtigkeitscreme.
So absurd das klingt und so sehr ich übertreibe, ich finde es teilweise einfach mühsam und lächerlich, denn wir Menschen werden ja nur dazu hingetrieben, dazu erzogen nicht mehr selbst denken zu müssen. Eben weil wir eh ganz genau wissen, dass solche Dinge mittlerweile gekennzeichnet, gesagt oder verboten werden müssen.

Wenn ich etwas nicht weiß, frage ich. Wenn ich mir nicht sicher bin, was wo drinnen ist und wofür es gedacht ist, frage ich. Und die meisten Dinge sind einfach logisch bzw. Hausverstand.
Aber diesen Hausverstand versucht man uns wegzunehmen, indem man alle möglichen Schutzmechanismen vornimmt, dass ja nichts passieren kann.

Die meisten Lektionen lernt man, indem man was Falsches macht. DARAUS lernt man. Wenn alles vorgeschrieben ist und ich an „nichts“ denken muss, wie soll ich dann daraus lernen und schlauer werden? Eben.

Bin ich allergisch auf Nüsse und ess ein Vanillekipferl, so lern ich bestimmt daraus, auch wenn es mit Sicherheit keine schöne Erfahrung sein muss.

Wie seht ihr das? Findet ihr auch, dass man den Menschen ein wenig mehr Last abgeben kann, indem sie wieder selbst auf sich aufpassen? Schreibt mir eure Meinung dazu in die Kommentare!

 

Warum laufen für mich die beste Medizin ist

Ich liebe laufen, seitdem ich Sport mache, war ich eigentlich immer schon laufen. Für mich kam nie so recht ein anderer Sport in Frage und ich bin bis jetzt dabei geblieben. Hin und wieder schleicht sich dann natürlich ein Home Workout in meine Sportroutine, aber laufen gehört für mich eigentlich an Stelle Nummer eins. Mich interessiert kein Reiten, Boxen, Schwimmen oder Sonstiges, laufen gefällt mir und dabei bleib’ ich auch.

Für mich ist laufen aber nicht nur um meine Ration Sport zu bekommen und fit und gesund zu bleiben. Nein, Laufen ist für mich auch eine Art Medizin. Die, die viel Sport machen, können wahrscheinlich jetzt genau nachvollziehen was ich damit meine. Bin ich gestresst, geht es mir nicht so gut, fühle ich mich schlapp und ausgelaugt, habe ich wieder einmal zu viele Gedanken und Sorgen in meinem Kopf – Laufen ist dafür meine Medizin. Ich kann dabei so gut abschalten, mir meine Sorgen und mein Gedanken Wirrwarr „hinauslaufen“ und bekomme so meinen Stresslevel wieder runter.
Habt ihr schon jemals probiert, wenn ihr eigentlich müde und lustlos wart, laufen zu gehen? Wenn nein, dann probiert es einmal aus! Denn es hilft so unglaublich viel! Danach geht es mir immer besser als zuvor, ich bin meist dann sehr stolz darauf, dass ich mich überhaupt aufraffen konnte, und das Gefühl nach dem Laufen ist einfach unbezahlbar. Ich fühle mich fit, lebendig, motiviert und munter. Genau dass ist es, was mich auch am Laufen so fasziniert bzw. mich dazu bewegt damit weiterzumachen. Einfach weil ich mich danach so gut fühle, auch wenn ich verschwitzt und teilweise k.o. bin, mir heiß ist und ich meine Beine danach spür’. Das Glücksgefühl, der freie Kopf und die mit frischer Luft gefüllten Lungen – das ist einfach so schön!
Während dem Laufen höre ich sehr oft Musik, weil sie mich motiviert, mir einen Takt vorgibt und mich irgendwie auch unterhält. Manchmal aber gehe ich auch ganz bewusst ohne Musik laufen. Einfach um die Natur genießen zu können. Das Zwitschern der Vögel, die herumfliegenden Blätter vom Wind, das Geräusch wenn mein Laufschuh den Boden berührt und und und.. Oft ist das einfachste und schönste doch so nah und dafür braucht man im Endeffekt gar nichts dafür.
Können sich meine Gedanken nicht sortieren, so schaffe ich dies meist beim Laufen. Hier kann ich super Pläne, Abläufe schmieden oder einfach über Dinge nachdenken, die mich eben beschäftigen. Und wenn ich einmal nicht gut drauf bin oder mich etwas Negativ beeinflusst, dann ist das allerschönste an diesen Gedanken festzuhalten und dann darauf loszusprinten, solange bis ich nicht mehr kann! Und zack – schon stört mich dieses Negative gar nicht mehr so bzw. es ist einfach eine Sorge weniger, die ich habe.
Deshalb ist Laufen für mich die beste Medizin, einfach weil es mich nicht nur körperlich sondern auch geistig fit und gesund hält.

Ich mag einfach gesund leben, sei es gesund essen und dann eben der Sport, weil ich einfach finde, dass es viel zu schade ist, seinen Körper (und davon haben wir nur einen!) zu vernachlässigen und es später zu bereuen. Dasselbe gilt allerdings auch für die geistige Gesundheit.
Und bei mir zählt nun einmal da auch dazu laufen zu gehen, um mich rundum fit und glücklich zu fühlen.
Also probiert es doch auch einmal mit Sport! Nicht aus dem Grund heraus abnehmen zu wollen, sondern wegen des Gefühls danach glücklich und fit zu sein, eben weil man etwas für sich tut!

Wie geht es euch damit? Habt ihr auch ein Hobby, dass euch dieses Gefühl gibt? Geht ihr genauso gerne laufen und könnt euch in meine Situation versetzen? Dann lasst es mich in den Kommentaren wissen!

2 Wochen ohne Fernsehen – geht das?

Jeden Tag heimkommen, den Fernseher einschalten und dann anfangen seinen Haushalt oder sonstige Dinge zu tun. Total normal und total selbstverständlich. Erst, wenn man nicht mehr die Möglichkeit des Fernsehens hat, weiß man dies wirklich zu schätzen und nimmt es nicht mehr für komplett selbstverständlich.
Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Fernsehsuchti, dessen Lebensinhalt nur aus fernsehen besteht. Aber es gibt doch Momente, gerade am Abend wenn alles erledigt ist, und man sich dann einfach nur mehr auf die Couch chillen und eine Serie oder einen Film ansehen möchte. Plötzlich legt man sich zwar auf die Couch, muss dann aber schauen, wie man zu seinem Film oder Sonstigem kommt.
Die zwei Wochen kein Fernsehen waren übrigens kein freiwilliges Experiment. Durch Anbieterwechsel und sonstige Umstände bedingt gab es für mich ca. zwei Wochen keinen Fernsehanschluss. Und da ich auch kein Netflix oder Amazon Prime oder Co. habe, musste ich also anderweitig meine Abende verbringen. Ich besitze zwar viele DVD’s, aber selbst die sind irgendwann nicht mehr so interessant.

Beschäftigung suchen

Das Postive an dem Ganzen war natürlich, dass ich mich mehr um andere Dinge kümmern konnte bzw. anderen Hobbys nachgehen konnte, die ich sonst vernachlässigt hatte. Sei es mehr für meinen Blog zu tun, wieder einmal seit Langem ein Buch zu lesen oder einen Beautyabend einzulegen. Natürlich hab ich auch viel unternommen, sei es mit Freunden treffen, etwas trinken gehen oder gar wieder einmal fortgehen und ein wenig tanzen. Im Endeffekt findet man sich schon eine Alternative, wenn man nicht gerade der unkreativste Mensch auf der Erde ist.

Was mir am meisten daran fehlt

…ist das Hintergrundgeräusch. Einfach neben dem Kochen etwas zu hören, sich berieseln zu lassen obwohl man gar nicht richtig zuhört. Vor allem wenn man alleine ist, finde ich es am schlimmsten, denn dann hört man jedes Geräusch, selbst die des Nachbarn und es ist einfach schon zu leise. Tipp: Radio aufdrehen, hat natürlich auch geholfen als Alternative.
Und, was mir noch fehlt sind die Informationen. Wenn man nicht gerade auf Facebook scrollt, wo ja meistens sowieso alles gleich geteilt wird, wenn etwas passiert, dann kommt man einfach an keine Infos. Was ist in der Welt geschehen? Wie wird das Wetter? Welche Neuigkeiten werden in Zukunft die Welt erobern?

Fazit

Man schafft es. Es ist ein wenig wie Digital Detox. Und zeitweise ist es auch richtig angenehm. Zum Ende hin hat er mir fast nicht mehr gefehlt. Erst wenn man etwas nicht mehr hat, weiß man es zu schätzen. Und so geht es mir jetzt mit dem Fernsehen. Ich werde mich zwar im Nu damit wieder anfreunden und daran gewöhnen, aber ich werde es nicht mehr so als Selbstverständlichkeit ansehen. Und das, was ich nach wie vor als Pluspunkt mitnehmen möchte, ist, dass ich auch anderen Abendtätigkeiten nachgehe und mich nicht immer auf „20:15 Uhr ist Fernsehzeit“ versteife. Lesen macht mir so viel Spaß und trotzdem gehe ich dem viel zu selten nach. Genauso wie ich gerade statt zu fernsehen an meinem Blogpost arbeite – ich nutze diese Zeit jetzt ganz anders, viel produktiver und intensiver.
Respekt an alle, die von Haus aus keinen Fernseher besitzen!

Ich jedenfalls bin um eine Erfahrung reicher und würde jedem Empfehlen sich zumindest jetzt, wo er diese Zeilen liest, einmal Gedanken zu machen, ob man seine Zeit nicht sinnvoller oder für sich optimaler nutzen kann, wenn man das Fernsehen einmal weglässt.

Wie steht ihr zu diesem Thema? Wie oft schaut ihr fern und wie wichtig ist es euch? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!
Alles Liebe,
Eure Betti

Wo bleibt das Bitte und Danke?

Dieser Beitrag war eigentlich gar nicht geplant, die Idee dazu kam mir vor ein paar Tagen und nun sitze ich hier und tippe in meine Tastatur ohne überhaupt richtig nachzudenken, was ich schreibe. Manchmal fließen die Wörter einfach von selbst, und meine Gedanken sprudeln gerade über vor Worten und Gedanken, die ich hier heute mit euch teilen möchte.

Jedes Kind lernt es (zumindest sollte man das denken): Bitte und Danke sagen. Ich habe es von meinen Eltern beigebracht bekommen, dass man diese zwei kleinen, kürzen Wörter benutzen soll, wenn man mit jemanden redet und ihn um etwas bittet oder für etwas dankbar ist. Ich denke, gerade unsere Großeltern sind diejenigen, bei denen das in ihrer Generation noch am wichtigsten war – das zeigte von Anstand und dass man gut erzogen worden ist. Und ich frage mich, sind es wirklich die Eltern die mit den Generationen hier nachlassen, weil sie meinen ihre Kinder lernen es „eh von selbst“ oder sind es die Kinder, denen Höflichkeit einfach mittlerweile total egal ist? Ich möchte hier natürlich nicht von der Mehrheit reden, denn da gehe ich davon aus, dass diese nicht unter die Kategorie fallen, welche diese Wörter nicht kennen. Nein, ich möchte diejenigen ansprechen, bei denen der Wortschatz bei „Ich mag ein Eis“ (selbst das „haben“ ist oft schon zu viel verlangt) einfach aufhört.
Gerade in jungem Alter lernt man Respekt, Anstand und Höflichkeit am besten und wenn man solche Werte auch vermittelt bekommt, dann kann einem das niemand jemals mehr wegnehmen. Was ist so schlimm daran, ein bitte anzuhängen? Oder Danke zu sagen, wenn jemand etwas Nettes sagt oder dir etwas schenkt? Zwei Wörter. Sogar zwei sehr kurze und einfache Wörter. Ich verstehe es einfach nicht, aber vielleicht bin selbst ich schon zu alt für diese Generation?


Nicht jeder kann immer zu 100% nett und höflich sein, das stimmt. Aber gerade bei sehr jungen Kindern fällt es mir doch hin und wieder auf, dass sie das nicht sind bzw. denke ich eher, dass sie es teilweise nicht sein wollen. Alles ist immer eine Sache von Respekt und Entgegenkommen, wie du mir so ich dir, nicht wahr? Aber man möchte es doch immer besser vormachen und sich nicht auf so ein Niveau herabgeben.
Sagen kann man ja auch nichts, immerhin ist es die Erziehung der Eltern, die man nicht in Frage stellen möchte. Und selbst wenn es nicht an den Eltern liegt (immerhin wissen sie oft nicht alles), dann ist man oft zu gut als dass man etwas sagen würde.
Ich frage mich dennoch, wieso das so ist. Bitte und Danke gehört zu meinem täglichen Wortschatz, ich verwende es sehr häufig, meist unbewusst, weil es einfach schon dazu gehört am Ende einer Bitte.
Ich schätze, ich muss mich einfach erst daran gewöhnen, es langsam lernen zu akzeptieren (obwohl, muss man so etwas akzeptieren?) und mich auf diejenigen konzentrieren, die nach wie vor diese Höflichkeitsfloskeln beherrschen. Das darf man auch nicht unterschätzen, immerhin gibt es auch von dieser Kategorie sehr viele. Etwas, dass ich eigentlich auch lustig finde..immerhin sind die meisten Menschen schon überrascht – teilweise schockiert – wenn man höflich ist, vor allem, wenn kleine Kinder höflich sind. Eigentlich sollte es ja selbstverständlich sein..
Tja, aber so ist das eben.
Ich musste das einfach los werden, immerhin ist mein Blog dazu da, um Gedanken zu teilen und mich hat das schon länger gequält, aber erst jetzt hatte ich das Gefühl, dass ich auch etwas dazu schreiben muss.
Wie geht es euch so? Empfindet ihr das anders oder geht es euch genauso wie mir?

Alles Liebe,
Eure Betti

(Ps: dieser Beitrag soll keine Beleidigung an Eltern oder Kinder sein, das sind einfach nur allgemeine Gedanken und Gefühle, die ich so empfinde.)