Marillenmarmelade mit Mohn (vegan)

Hmmm…Marillen, wer isst sie genauso gern wie ich? Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue wenn endlich die Saison beginnt. Leider geht sie so schnell vorbei wie sie kommt. Vielleicht bin ich mit dem Rezept sogar schon ein wenig zu spät dran, aber ein paar Marillen gibt es dann doch noch zu kaufen.

Ich durfte mir von Nachbars Garten Marillen pflücken, denn der hat einen ganzen Baum voller Marillen. Und da eine Person alleine soviel Obst ja gar nicht essen, weder verwerten kann, dachte ich, ich frage einmal ob ich auch ein paar haben kann. Denn ich wollte endlich einmal selbst Marmelade machen. Ein wenig bei Oma und im Internet informiert machte ich mich dann ans Werk.
Was an dieser Marmelade so lecker und besonders ist: der Mohn. Er verleiht der Marmelade wieder einen ganz anderen Geschmack, gibt ihr ein wenig mehr „Biss“ und peppt normale Marillenmarmelade im Nu auf. Mir persönlich schmeckt diese Marmelade wirklich gut, ich bin richtig stolz auf mich, dass ich so etwas zusammengebracht habe. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es mein erster Versuch war.

Was du brauchst (für ca. 3,5 Gläser):
  • 1kg Marillen (bereits entkernt)
  • 200g Birkenzucker
  • 2 Sackerl Agar Agar
  • ca. 100g Mohn
  • Vanille
  • Mandelaroma

Exkurs: Birkenzucker ist gesünder als normaler Kristallzucker, da er den Blutzuckerspiegel nicht so schnell hochschlagen lässt. Außerdem ist er zahnfreundlicher. 
Agar Agar wird aus der Alge gemacht und ist somit vegan. Vor allem statt dem Gelierzucker ist er eine bessere Variante.

Wie es geht:

Zuerst müssen die Marillen gewaschen und entkernt werden. Dann muss man sie vierteln. Die Marillen gibt man dann in einen großen Kochtopf und erhitzt diesen leicht. Ziemlich schnell beginnt das ganze flüssiger zu werden. Ich habe dann einen Pürierstab genommen und alles zerkleinert, sodass keine Riesenstücke mehr darin sind und alles etwas cremig-geschmeidiger wird. Danach habe ich den Birkenzucker hinzugefügt und immer wieder abgeschmeckt ob es noch zu sauer schmeckt – je nachdem welche Marillen man erwischt muss man hier flexibel sein und einfach probieren, wie süß man das Ganze haben möchte. Wichtig ist, dass dieses ganze Marillenpüree nicht richtig aufkocht sondern nur erhitzt wird. Denn das Agar Agar, welches nun zum Einsatz kommt, darf erst im Nachhinein aufkochen. Ich habe zwei ganze Sackerl verwendet, prinzipiell steht aber die richtige Verwendung eh hinten auf der Verpackung oben. Sobald das Agar Agar untergerührt ist, kann man das ganze so ca. 5 Minuten aufkochen lassen. Währenddessen habe ich ein wenig flüssige Vanille und ein paar Tropfen Mandelaroma dazugegeben, um noch mehr Geschmack zu erzielen.

Die Marillengläser sollte man vorm Befüllen gut waschen und mit heißem Wasser auskochen. Ich habe sie dann danach gleich auf ein trockenes Tuch umgedreht hingestellt und sie erst wieder angegriffen, als ich die Marmelade abgefüllt habe. Das ist wichtig, damit das Glas keimfrei ist und die Marmelade nicht zum schimmeln anfängt.

Wenn die Marmelade dann so schmeckt wie gewünscht, kann man sie vom Herd nehmen. Ich habe zwei Gläser so abgefüllt und dann in die restliche Marillenmarmelade noch den Mohn hinzugefügt und diese dann ebenfalls abgefüllt. Wenn man die Marmelade in die Gläser füllt, dann auf alle Fälle im heißen Zustand und danach gleich gut die Gläser zuschrauben. Dann soll man die Gläser auf den Kopf stellen und sie so auskühlen lassen.

Ich habe ca. 1-2 Stunden gewartet und dann die Gläser umgedreht und sie so in den Kühlschrank gestellt. Erst dann verfestigt sich nämlich das Agar Agar und man kann erkennen ob die ganze Masse eh dick wird, so wie Marmelade halt sein soll.
Bei mir hat die ganze Mischung gott sei Dank perfekt gepasst.

Probiert es auf alle Fälle einmal aus, es lohnt sich. Vor allem ist es viel zu schade das ganze Obst wegzuschmeissen. Da verwerte ich es lieber und mache etwas superleckeres daraus, als wie dass ich es schlecht werden lasse.

Macht ihr eure Marmelade auch selbst? Und wie macht ihr sie bzw. welche Marmelade?
Lasst es mich in den Kommentaren wissen!
Alles Liebe,
Eure Betti

Ps: es kommt heute statt morgen ein Blogpost online weil euch Montag wieder ein neuer Blogpost erwartet (ein spezieller sogar – also haltet Ausschau). Es kann auch sein, dass nächste Woche kein zusätzlicher Blogpost online kommt, da ich privaten Freizeitstress habe, aber ich werde mein Bestes versuchen, dass doch noch einer online geht.

schnelle und gesunde Grießpancakes

It’s Pancake Time!

Jeder mag sie, oder? Pancakes, super lecker und vor allem super vielfältig! Pancake Teig kann man echt so gut wie aus allem zusammenmischen, man braucht einfach ein wenig Maß und Gefühl dafür.
Da ich auch hin und wieder gerne etwas Warmes zum Frühstück esse (abgesehen von Porridge), dachte ich mir, ich versuche einmal Pancakes zu machen, allerdings auf eine etwas gesündere Variante.
Sie sind echt schnell gemacht und ich fand sie super lecker – für viele wahrscheinlich zu wenig süß, aber dass kann man ja selbst entscheiden.

Das braucht ihr dafür (für ca. 2 Portionen):
  • 1 Banane
  • eine gute Handvoll Haferflocken
  • 2 Eier
  • 1TL Vanillezucker
  • 1TL Backpulver
  • 100g geriebene Haselnüsse
  • ca. 150g Dinkelgrieß
  • eine Prise Zimt
  • ein halbes Glas Milch (bei mir Sojamilch)
So gehts:

Zuerst zermatscht man die Banane und gibt die Haferflocken hinzu. Dann schlagt man die zwei Eier hinein und verquirlt das Ganze gut. Danach gibt man die Milch, sowie Vanillezucker und Backpulver dazu. Am Ende habe ich die Haselnüsse und den Grieß hinzugefügt und natürlich den Zimt nicht vergessen!
Das ganz gut durchrühren, sodass eine gute zähe Masse entsteht. Ihr müsst da ein wenig variieren und ausprobieren, ich habe alles nur mit Augenmaß gemacht.
Dann kleine runde Pancakes in einer Pfanne rausbacken und von beiden Seiten anbraten lassen.

Ich habe die Pancakes mit Beeren getoppt und ein wenig Honig darauf verteilt. Am Ende habe ich auch einen Pancake mit Kokosnuss-Mandelcreme und Nutella genascht – man muss sich auch was gönnen 🙂

Als Tipp: ich finde, ich hätte sogar die doppelte Menge an Haselnüssen nehmen sollen, so hätten sie noch intensiver danach geschmeckt – also für alle Nussliebhaber: verwendet mehr geriebene Nüsse und weniger Grieß.
Die Pancakes sind übrigens gar nicht „grießelig“ – es schmeckt wie ein normaler Teig!

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es mich wissen, wenn ihr diese Köstlichkeit einmal nachmacht.
Wie macht ihr eure Pancakes? Und was gehört bei euch als Topping immer dazu?

Alles Liebe
Eure Betti

Gesunde, proteinreiche Erdbeerschnitte

Meine Lieben,
ich habe wieder meine Backstube eröffnet zuhause! Diesmal wollte ich aber etwas sehr gesundes backen – denn wie ihr vielleicht schon in meinem Motivationstipps-Beitrag lesen konntet, mache ich gerne Sport und versuche so gesund wie möglich zu leben. Dazu zählt nun mal auch, dass man sich gesund ernährt. Das gelingt mir nicht immer, immerhin gibt es zu viele Leckereien auf dieser Welt, denen ich einfach nicht widerstehen kann bzw. will. Deshalb dachte ich mir, ich backe einmal einen gesunden Kuchen, den ich ohne schlechtes Gewissen essen kann. Apropos Kuchen.. es sollte ein Kuchen werden, allerdings ist mir der Teig bei weitem nicht so aufgegangen, das ich ihn Kuchen hätte nennen können – deshalb nenn ich es Erdbeerschnitte ;).
Außerdem geht diese Schnitte super schnell und einfach, man braucht nur wenige Zutaten und kann auch viel variieren mit dem Rezept. Also viel Spaß beim Nachbacken, ich werde jetzt noch ein Stück genießen.

Teig:
  • 8 Eier
  • 80g Proteinpulver (ich habe Vanille genommen)
  • ca. 4 EL Birkenzucker (ist um einiges gesünder als normaler Zucker)
  • 1,5 TL Backpulver
Creme:
  • ca. 400g Erdbeeren
  • ca. 125g Topfen
  • 8-10 Blätter Gelatine
Zubereitung:

Zuerst muss man die Eier trennen und das Eiweiß zu einem Schnee aufschlagen. Danach gibt man zu den Eigelben den Zucker und schlagt das ganze sehr schaumig. Also wirklich so ca. 8 Minuten rühren bis das Ganze sehr hellgelb ist. Danach kann man dann portionsweise das Proteinpulver und das Backpulver dazugeben. Der Teig wird jetzt sehr schnell sehr dick, weshalb man danach gleich den Schnee einmixen muss. Damit wird der Teig wieder geschmeidig und flüssiger (bei mir war er leider zu wenig flüssig, weshalb ich denke, dass er nicht aufgegangen ist). Dann gibt man den Teig in eine beliebige Form und lässt ihn bei Umluft 130 Grad für ca. 30 Minuten backen.

Für die Creme habe ich ca. 400g Erdbeeren püriert und mit ganz wenig Honig und Zitronensaft abgeschmeckt. Dazu habe ich dann 125g Topfen gegeben und so lange untergerührt bis eine flüssige Masse entsteht. Danach habe ich mich mit der Gelatine gespielt, da ich nicht genau gewusst habe, wieviel ich nehmen muss/soll. Bei mir waren es letztendlich 8 Blätter die ich verwendet habe. Man kann natürlich auch Agar nehmen, wenn man Gelatine vermeiden möchte.

Ist der Boden ausgekühlt und die Creme schön fest kann man beides schichten. Ich habe aber davor noch eine ganz dünne Schicht rote Grütze auf den Teig gegeben und darüber dann die Creme, damit das noch einen zusätzlichen Fruchtkick bekommt (rote Grütze ist dank des vielen Zuckers nicht so gesund, deshalb habe ich hier nur sehr wenig genommen).

Das ganze habe ich dann noch einmal kalt gestellt und am Ende verziert. Man kann hier aber unheimlich viel variieren. Zum Beispiel kann man auch runde Stücke ausstechen und Boden-Creme-Boden daraus machen oder eine kleinere Form verwenden, um so mehr Höhe zu bekommen.
Und für alle die Erdbeeren nicht mögen: ihr könnt die Creme mit jeder x-beliebigen Frucht machen, die ihr gerne habt!

Also lasst es euch schmecken, ich war definitiv davon überzeugt!

Alles Liebe,
Eure Betti

Curry Rezept

Oh, riecht ihr das? Ja genau, Betti stand wieder mal hinter dem Herd! Und ich habe etwas seeeeeeehr leckeres gekocht, zumindest hat es mir sehr gut geschmeckt. Außerdem habe ich das ganze selbst das erste Mal gekocht, und muss schon zugeben..es scheint mir gelungen zu sein. Sonst würde ich es auch nicht hier posten.
Curry kann ja so vielseitig sein! Man kann theoretisch alles Mögliche hineintun und daraus Curry machen – ich habe mich davon inspirieren lassen, was ich so für Currys bis jetzt gegessen habe und dann eine eigene Kreation daraus gemacht.
Im Vorhinein: Für Anti-Gemüse Esser ist das wahrscheinlich eher weniger etwas, aber man kann wie gesagt einzelne Zutaten weglassen oder austauschen oder sogar noch etwas hinzufügen. So könnte ich mir zum Beispiel noch Süßkartoffeln irrsinnig gut dazu vorstellen. So aber genug gelabert, hier das Rezept:

Was ihr braucht (für ca. 4 Portionen):

1 Glas Reis
200-300g Hühnerfleisch
2 Karotten
1 Zucchini
1 Paprika
ein halbes Glas rote Linsen
eine kleine Dose Kichererbsen
Schlagobers
Kokosnussmilch
Gewürze wie Curry, Salz, Chili, Paprika,..

Wie gehts?

Zuerst sollte man die Kichererbsen (bereits vorgekochte) und die roten Linsen kochen. Beides dauert ca. 15-20 Minuten. Nebenbei kann man schon einmal den Reis zum Kochen bringen, da dieser auch länger braucht.
Während das ganze langsam anfängt aufzukochen, kann man die Karotten, die Zucchini und die Paprika schneiden. Das ganze muss man dann anbraten, bis das Gemüse leicht weich wird. Dann mit einem Glas Wasser aufgießen und ein wenig Bouillon hinzufügen, um mehr Geschmack zu erreichen. Dann kann man das Fleisch in kleine Stücke schneiden und langsam anbraten.
Wenn die Linsen und die Kichererbsen weich sind, kann man sie abseihen und zum anderen Gemüse hinzufügen. Dieses sollte man immer wieder mal umrühren und abschmecken. Nach ca. 5-10 Minuten kann man dann einen Schuss Schlagobers hinzufügen sowie die Gewürze. Je nachdem wie würzig man das Ganze haben möchte, sollte man mehr oder weniger Curry und Chili hinzufügen. Wer möchte kann jetzt auch ca. 100-200ml Kokosnussmilch hinzugeben, um das Curry zu verfeinern und etwas milder zu machen. Sobald das Fleisch fertig abgebraten und durch ist, kann man es zu dem Curry-Gemüse hinzugeben. Noch einmal alles abschmecken und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Wenn der Reis dann fertig ist, kann man beides zusammen servieren und es sich schmecken lassen.

Ich muss zugeben, die Zubereitung ist an und für sich nicht schwer, aber es gibt mehrere Töpfe auf die man gleichzeitig achten muss. Also alles am Besten immer eher auf niedrigerer Stufe köcheln lassen, bevor noch etwas verbrennt! Und mich hat das Kochen sicherlich gute 40 Minuten gekostet, aber es hat sich ausgezahlt. Immerhin isst man Curry nicht so oft und das nächste Mal mache ich einfach gleich mehr davon, dann kann man es noch am nächsten Tag essen oder eben einfrieren und für wann anders verwenden.

Wie kocht ihr euer Curry? Und was ist bei euch alles drinnen?

Alles Liebe,
Eure Betti