Work, Life & Blog – die richtige Balance zwischen Instagram, Job und Co.

Jeder der ein zeitintensives Hobby hat weiß, dass es nicht immer so einfach ist neben einem Vollzeitjob oder einem Vollzeitstudium alles unter einen Hut zu bekommen.

Immerhin will man an seinem Hobby Spaß haben und es regelmäßig ausführen, aber manchmal ist man auch mit den alltäglichen Dingen zu sehr beschäftigt.

Auch ich habe oft Stress, neben einem Vollzeitjob gibts dann noch Schulungen für die Arbeit, ein Privatleben sowie Freunde und Familie die ich gerne sehen möchte. Und dann gibt es noch meinen Blog. Ich versuche so gut wie möglich zu planen, was meist auch prima klappt. Aber manchmal weiß ich einfach nicht, wann ich mir für Beiträge, Fotos und Co. Zeit nehmen soll. Sicherlich kann ich mich am Abend noch hinsetzen auf die Couch und lustlos etwas dahinschreiben, aber das wird man dann im Beitrag merken. Dennoch habe ich oft ein schlechtes Gewissen, wenn ich weiß, dass ich statt Sport machen oder vielleicht einmal eine Stunde Nichtstun eigentlich gerade am Blog arbeiten könnte bzw. sollte.
Geht es euch Bloggerkollegen manchmal auch so?
Ich will euch Lesern gerecht werden, euch etwas bieten und nicht nur alle heiligen Zeiten etwas von mir geben und auf mich aufmerksam machen. Widerrum will ich natürlich einen guten Content bieten, etwas wovon ihr einen Mehrwert habt, was ihr gerne lest und was euch begeistert.
Manchmal frage ich mich, ob ich das alles zu ernst nehme oder ob es einfach mein Perfektionismus und Ehrgeiz ist, der mich nicht ruhig sitzen lässt.
So gerne würde ich bei anderen Bloggerkollegen mehr Beiträge lesen, mehr Fotos kommentieren und mich austauschen, aber ich habe oft einfach nicht die Zeit bzw. am Abend dann noch die Lust dazu. Ich will nicht zwanghaft überall und bei jedem kommentieren müssen um selbst mehr Aufmerksamkeit und Reichweite zu bekommen. Das fühlt sich einfach falsch an. Viele werden jetzt meinen „Ja so ist es aber“, aber ist es wirklich so? Dann wachse ich eben langsamer, habe nicht so viele Follower, geschweige denn Kommentare und Likes am Blog oder auf Instagram.
Ich denke, die Zeiteinteilung ist auch eine Einteilung von Prinzipien. Anfangs habe ich meinen Blog immer sehr weit oben platziert, weil es einfach etwas ist, dass ich mir selbst erarbeitet habe und worauf ich unheimlich stolz bin. Aber oftmals musste ich dann entscheiden, lieber Sport machen, backen, mit Freund oder Freunden Zeit verbringen oder für meine Leser einen Beitrag schreiben? Ja, und mittlerweile haben sich diese Prioritäten einfach verschoben, weil am Tagesende zählen dann doch die Menschen um einen herum. Mein Freund, Familie und Freunde gehen einfach vor.

Ich mag und werde bezibella nie vernachlässigen, denn die Blog-Betti Beziehung muss auch gepflogen werden. Aber da es sich hierbei nicht um meine Lebensexistenz handelt, da ich nach wie vor einen tollen Vollzeitjob habe, bin ich auch nicht darauf angewiesen, auch wenn ich es vielleicht gern wäre. Ich würde gerne bezibella als Grundlage für meinen Lebensunterhalt heranziehen, aber mittlerweile ist es als Blogger viel schwieriger geworden sich zu positionieren, da es einfach schon so viele gibt. Bloggen ist nun mal ein hartes Business, etwas wofür man Zeit braucht, denn auch wenn viele immer noch glauben dass es so leicht ist damit selbstständig zu werden – Bloggen ist Arbeit! Und Arbeit heißt Zeit, welche man sich wiederum nehmen muss. Wäre ich nur zuhause und könnte jeden Tag an meinem Blog arbeiten, dann wäre ich mittlerweile schon mit bezibella an einem anderen Punkt. Aber es macht mir nichts aus, denn ich bin zufrieden so wie es zurzeit läuft.
Denn früher habe ich tolle Momente durch die Kamera am Handy miterlebt, jetzt erlebe ich sie weil ich hinsehe und es genieße, ohne Kamera oder Handy in der Hand – einfach den Moment leben. Irgendwann hat man den Drang alles zu teilen, alles was man tut und macht seinen Lesern zu zeigen, was ich einerseits toll finde, weil nur so bekommt man auch einen persönlichen Bezug zu den Menschen. Aber andererseits führt es zu einen unheimlichen Stress. Immer daran zu denken, dass man eigentlich gerade etwas posten sollte, dass man diesen und jenen Moment in die Insta Stories stellen muss, so etwas stresst unheimlich. Deshalb habe ich damit einfach aufgehört. Und siehe da, ich habe immer noch Blog-Leser und Menschen, die sich meinen Instagram Account ansehen und ihn mögen, obwohl ich nicht vom Gähnen in der Früh bis zum Abendessen alles auf Instagram zeige. Aber das musste ich auch erst lernen. Anfangs war ich genauso und es war ein Störfaktor. Erst nachdem ich längere Zeit bewusst damit aufgehört habe, habe ich gemerkt wie ferngesteuert ich schon gehandelt habe. Traurig aber wahr.

Was will ich eigentlich mit diesem Blogbeitrag sagen?
Jeder soll so handeln wie er will, ich finde es toll wenn Blogger viel auf Instagram und Co. machen, vor allem wenn es ihr Vollzeitjob ist. Ich selbst schaue total gern Youtube Videos und bin immer gern am Laufenden. Aber man selbst sollte seine Handlungen manchmal besser reflektieren. Nur weil es die anderen so machen oder „es sich einfach so gehört“, heißt das nicht, dass man selbst es auch so machen muss. Und wenn man irgendwann schon so gestresst ist, dann sollte man sich definitiv hinsetzen und Prioritäten setzen. Das erleichtert einem vieles im Leben.
Einfach mal mehr im Hier und Jetzt leben.

Mich würde es echt interessieren, was ihr darüber denkt – vor allem was meine Bloggerkollegen dazu sagen. Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen!

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