Decluttering – Platz für Neues

Decluttering nennt man es, aufräumen, ausmisten, Neujahrsputz.. unendlich viele Bezeichnungen kann man dieser Tätigkeit zuschreiben.
Normalerweise bin ich nicht der ärgste Ordnungsfreak, ich habe es natürlich gerne sauber und hygienisch aber ich hab es selbst nicht immer so mit der Ordnung. Oft liegen bei mir tausend Dinge am Schreibtisch, mein Gewand stapelt sich auf dem berühmt-berüchtigten Sessel und mein Makeup räume ich auch meistens erst einen Tag später weg, nachdem ich mich geschminkt habe. Manchmal hab ich dann so einen Aufräum-Moment, wo ich alles wieder wegräume und sauber mache, und dann wars das wieder für die nächste Zeit.
Dieses Mal jedoch hatte ich eine richtige Decluttering-Phase. Neues Jahr – neuen Platz schaffen quasi. Ich hatte einfach richtige Lust mein ganzes Zimmer auszumisten, mich von alten und ungenützten Sachen zu trennen und Platz für Neues zu schaffen. Damit meine ich nicht, dass ich ausmiste, um mir wieder alles vollzustopfen mit anderen Dingen, sondern dass ich Platz habe für Dinge, die davor keinen Platz hatten.
Das ganze Aufräumen hat mich ca. 2-3 Tage gekostet, aber ich habe es gern gemacht. Zugegeben, ich war erstaunt wieviele Dinge ein einziger Mensch besitzen kann und noch erstaunlicher: wieviel man von all diesen Dingen nicht nutzt bzw. nicht mal wusste, dass es sie gibt!

Meine Vorgehensweise beim Ausmisten

  • Lade für Lade, Regal für Regal durchgehen
  • Ding in die Hand nehmen: Kenn ich das, oder ist es mir neu?
  • Wenn es mir neu ist: weg damit, denn ich habe es bis jetzt nicht gebraucht, also werde ich es auch in Zukunft nicht brauchen
  • Wenn es mir bekannt ist: Wie oft habe ich es genutzt, werde ich es noch nutzen oder kann man es weitergeben?
  • Alles neu schlichten und wieder wegräumen

Bei mir ist so einiges in den Müll gelandet, vor allem Verpackungsmaterial. Sehr, sehr viele Dinge wie Bücher, Deko oder Schulsachen (Papier, Hüllen), die ich nicht mehr brauche habe ich aber auch meinen Familienmitgliedern gezeigt und geschenkt, da ich so etwas immer sehr schade finde, es wegzuschmeissen.

Ich fand diese Ausmusterung so befreiend und habe jetzt so richtig das Gefühl nur mehr das zu besitzen, was ich wirklich brauche bzw. nicht viel Unnützes zu Hause zu haben. Das einzige was ich nicht ausgemustert habe ist mein Kleiderschrank. Das habe ich mir für den Frühling aufgehoben, da ich da sowieso mein ganzes Frühlings- und Sommergewand wieder aus den Kisten hervorhole und somit im Zuge dessen gleich ausmustern kann.

Ich kann es jedem nur ans Herz legen, auch einmal so eine Aufräumaktion zu starten. Es ist Arbeit, ja. Und für die Meisten ist es eher Qual als Befriedigung, aber danach fühlt man sich echt super! Man muss ja nicht alles auf einmal machen, ich habe diese 2-3 Tage Ausmustern auch auf ein paar Wochenenden verteilt und bin Möbelstück für Möbelstück durchgegangen.

Versucht es doch einmal selbst! Spätestens beim Frühjahrsputz dann.

Alles Liebe,
Eure Betti

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