Wo bleibt das Bitte und Danke?

Dieser Beitrag war eigentlich gar nicht geplant, die Idee dazu kam mir vor ein paar Tagen und nun sitze ich hier und tippe in meine Tastatur ohne überhaupt richtig nachzudenken, was ich schreibe. Manchmal fließen die Wörter einfach von selbst, und meine Gedanken sprudeln gerade über vor Worten und Gedanken, die ich hier heute mit euch teilen möchte.

Jedes Kind lernt es (zumindest sollte man das denken): Bitte und Danke sagen. Ich habe es von meinen Eltern beigebracht bekommen, dass man diese zwei kleinen, kürzen Wörter benutzen soll, wenn man mit jemanden redet und ihn um etwas bittet oder für etwas dankbar ist. Ich denke, gerade unsere Großeltern sind diejenigen, bei denen das in ihrer Generation noch am wichtigsten war – das zeigte von Anstand und dass man gut erzogen worden ist. Und ich frage mich, sind es wirklich die Eltern die mit den Generationen hier nachlassen, weil sie meinen ihre Kinder lernen es „eh von selbst“ oder sind es die Kinder, denen Höflichkeit einfach mittlerweile total egal ist? Ich möchte hier natürlich nicht von der Mehrheit reden, denn da gehe ich davon aus, dass diese nicht unter die Kategorie fallen, welche diese Wörter nicht kennen. Nein, ich möchte diejenigen ansprechen, bei denen der Wortschatz bei „Ich mag ein Eis“ (selbst das „haben“ ist oft schon zu viel verlangt) einfach aufhört.
Gerade in jungem Alter lernt man Respekt, Anstand und Höflichkeit am besten und wenn man solche Werte auch vermittelt bekommt, dann kann einem das niemand jemals mehr wegnehmen. Was ist so schlimm daran, ein bitte anzuhängen? Oder Danke zu sagen, wenn jemand etwas Nettes sagt oder dir etwas schenkt? Zwei Wörter. Sogar zwei sehr kurze und einfache Wörter. Ich verstehe es einfach nicht, aber vielleicht bin selbst ich schon zu alt für diese Generation?


Nicht jeder kann immer zu 100% nett und höflich sein, das stimmt. Aber gerade bei sehr jungen Kindern fällt es mir doch hin und wieder auf, dass sie das nicht sind bzw. denke ich eher, dass sie es teilweise nicht sein wollen. Alles ist immer eine Sache von Respekt und Entgegenkommen, wie du mir so ich dir, nicht wahr? Aber man möchte es doch immer besser vormachen und sich nicht auf so ein Niveau herabgeben.
Sagen kann man ja auch nichts, immerhin ist es die Erziehung der Eltern, die man nicht in Frage stellen möchte. Und selbst wenn es nicht an den Eltern liegt (immerhin wissen sie oft nicht alles), dann ist man oft zu gut als dass man etwas sagen würde.
Ich frage mich dennoch, wieso das so ist. Bitte und Danke gehört zu meinem täglichen Wortschatz, ich verwende es sehr häufig, meist unbewusst, weil es einfach schon dazu gehört am Ende einer Bitte.
Ich schätze, ich muss mich einfach erst daran gewöhnen, es langsam lernen zu akzeptieren (obwohl, muss man so etwas akzeptieren?) und mich auf diejenigen konzentrieren, die nach wie vor diese Höflichkeitsfloskeln beherrschen. Das darf man auch nicht unterschätzen, immerhin gibt es auch von dieser Kategorie sehr viele. Etwas, dass ich eigentlich auch lustig finde..immerhin sind die meisten Menschen schon überrascht – teilweise schockiert – wenn man höflich ist, vor allem, wenn kleine Kinder höflich sind. Eigentlich sollte es ja selbstverständlich sein..
Tja, aber so ist das eben.
Ich musste das einfach los werden, immerhin ist mein Blog dazu da, um Gedanken zu teilen und mich hat das schon länger gequält, aber erst jetzt hatte ich das Gefühl, dass ich auch etwas dazu schreiben muss.
Wie geht es euch so? Empfindet ihr das anders oder geht es euch genauso wie mir?

Alles Liebe,
Eure Betti

(Ps: dieser Beitrag soll keine Beleidigung an Eltern oder Kinder sein, das sind einfach nur allgemeine Gedanken und Gefühle, die ich so empfinde.)

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