Wie Hefeteig besser gelingt

Hefeteig ist prinzipiell ja ziemlich einfach gemacht. Trotzdem ist er ein sehr schwieriger Teig, weil man doch ein paar Dinge beachten muss, damit er auch wirklich etwas wird.

Anfänglich habe ich mir mit Hefeteig immer schwer getan. Ich habe mich auch oft nicht „drüber getraut“. Mittlerweile habe ich schon ein paar Rezepte mit Hefeteig gemacht und den Dreh raus!

Deshalb möchte ich euch meine Erfahrungen und Tipps erzählen, damit auch ihr keine Angst mehr vorm Hefeteig habt!

1. frische vs. trockene Hefe

Im Prinzip funktioniert beides. Ich habe schon Teige mit trockener und frischer Hefe gemacht. Gefühlt ist der Teig mit der frischen Hefe aber einfach immer besser aufgegangen. Für 1kg Mehl benötigt ihr 1 Würfel Hefe. Im Notfall tuts die trockene Hefe aber auch!

2. Die Temperatur

Ganz wichtig ist es, dass die Hefe Wärme bekommt. Allerdings darf es auch nicht zu warm sein!

Ich vermische die Hefe mit lauwarmen Wasser – sprich Wasser, dass eine angenehme warme Temperatur hat. Ja nicht zu heißes Wasser verwenden, da sonst die Hefe nicht aufgeht.

Generell mag es der fertige Teig ebenso warm zum aufgehen. Ich habe mich oft geplagt mit Heizung und decken oder direkt in die Sonne stellen und und und. Da hat es oft ewig gebraucht bis der Teig aufgegangen ist, einfach weil die Temperatur nie stabil geblieben ist. Mittlerweile decke ich den Teig mit einem angefeuchteten Tuch ab und stelle ihn bei 45 Grad Umluft in den Ofen. So geht er super schnell und einfach auf!

3. Das Mehl

Lange wollte ich es nicht glauben, aber es macht tatsächlich einen riesigen Unterschied welches Mehl man verwendet! Wichtig ist: feinstes, glattes Mehl zu verwenden. Es funktioniert mit Weizen- und Dinkelmehl. Vollkornmehl habe ich selbst noch nicht ausprobiert. Wichtig ist, dass es eben ganz fein ist und kein griffiges Mehl!

4. Kneten

Natürlich will Hefeteig auch schön durchgeknetet werden. Gerade bei z.B. einem Briocheteig ist das unumgänglich. Durch das Kneten kommt etwas Luft in den Teig und macht ihn am Ende schön fluffig weich.

5. Salz und Hefe

Niemals Salz direkt mit der Hefe in Verbindung bringen, denn die vertragen sich überhaupt nicht. Am besten zuerst das Salz in das Mehl unterheben und vermischen.

6. Geduld

Und am wichtigsten ist es Geduld zu beweisen. Manchmal braucht der Teig eben länger bis er aufgeht. Manchmal muss bzw. sollte man ihn auch noch ein zweites Mal hochgehen lassen. Nicht verzweifeln! Jeder Teig verhält sich ein wenig anders. Hefeteig braucht halt besondere Aufmerksamkeit und Liebe ;-)
Am Ende lohnt sich die nervenaufreibende Geduldsprobe dann aber!

Wie ich Hefeteig mache:

Ich gebe das Mehl in eine große Schüssel und vermische es mit dem Salz. Dann nehme ich immer nur einen Teil der Flüssigkeit und erwärme sie leicht (auf lauwarme Temperatur). Diese gebe ich dann auf das Mehl in eine Art Mulde. Darin leere ich die Hefe bzw. zerbröselt die frische Hefe darin und rühre das ganz kurz um. Darüber gebe ich dann etwas Mehl und lasse diese Mischung für ca. 10 Minuten stehen. Erst dann gebe ich die restlichen Zutaten dazu und mixe es zu einem Teig!

Viel Spaß beim Hefeteig backen!

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