Skifoahrn’ is des leiwandste..

Ja, der Winter ist da und ja ich liebe ihn! Nicht den Sturm, aber den Schnee und diese wundervolle Stimmung die herrscht. Am schönsten ist es, wenn man im Schnee spazieren geht, alles weiß ist, man den Schnee unter sich knirschen hört und diese eiskalte Luft einatmet – herrlich. Um dieses Wetter auszukosten, bin ich das erste Mal seit ca. 10 Jahren wieder Ski gefahren! Und um dem Winter und dem Schnee ein wenig entgegenzukommen, habe ich mich also entschieden mich mal wieder auf den Skiern zu probieren. Nach fast 10 Jahren ist das schon eine sehr lange Zeit, immerhin ist Ski fahren nicht wie Radfahren, man muss sich da erst wieder ganz langsam herantasten und hineinkommen. Ich habe mir sogar extra eine Thermostrumpfhose sowie eine Thermoleggings gekauft, da ich keine Skikleidung besaß. Den Skianzug habe ich mir von meiner Schwester ausborgen dürfen und Skischuhe sowie die Ski selbst habe ich mir auch ausgeborgt. Um bei ca. -13 Grad nicht zu erfrieren muss man sich eben dick einpacken, denn wenn man seit so langer Zeit mal wieder Ski fährt, dann finde ich, soll es auch gut werden und richtig Spaß machen und die Kälte Nebensache sein. Letztendlich hatte ich dann obenrum 5 Schichten an und unten die Thermobekleidung sowie die Schihose und mir war nicht kalt! Guter Tipp bei so einem Wetter: Sturmhaube! Ohne dieser wäre ich wahrscheinlich im Gesicht erfroren und die hat mir echt an diesem kalten Skitag geholfen.

Um mal langsam wieder hineinzukommen entschied ich nach Mönichkirchen zu fahren, da dort eher Pisten sind, die man als Wieder-Anfänger fahren kann und man sich eben auch die Skisachen dort ausborgen kann. Fürs Ausborgen von Skischuhen, den Skiern und Skistöcken habe ich 31€ gezahlt. Die Liftkarte für einen ganzen Tag kostet dort um die 30€, je nachdem um welche Uhrzeit man hinkommt. Es gibt aber auch Stundentickets, was ich für erfahrene Skifahrer sehr praktisch ist, finde ich, da sie so ihre paar Mal rasch runter fahren können, ohne den vollen Preis zahlen zu müssen.
Eingepackt wie ein Eskimo und ausgerüstet wie Marcel Hirscher ging es dann zum Lift, der mich nach oben brachte. Dort war ich dann etwas angespannt, denn um mich herum konnten alle gut Skifahren und ich stand auf den zwei dünnen Teilen als könnte ich nicht laufen, zumindest kam es mir so vor. Ja und ich muss euch sagen: es war echt nicht einfach. Anfangs war mein Problem dass ich die Kurven nicht richtig fahren konnte, weil das eben nach 10 Jahren nicht mehr wie aus dem Effeff heraus geht. Noch dazu kam, dass ich immer richtig schnell wurde, obwohl ich immer versucht habe im Pflug zu fahren. Am Ende bin ich dann quasi im Sturz-Pflug die Piste runter, was sich genau gar nix brachte. Jetzt musste ich mal wieder Bogerl fahren lernen – und das ganze so, dass ich die Ski auch parallel zueinander hielt und nicht andauern in den Pflug ging. Außerdem versuchte ich dann die Ski auch schneller quer zur Piste zu stellen, sodass ich bremsen konnte bzw. meine Geschwindigkeit einfach ein wenig runterdrosseln konnte, wenn ich das Gefühl hatte wieder mal Anna Fenninger spielen zu müssen. Ich war nach ner Zeit um ehrlich zu sein ein wenig deprimiert, weil ich nun mal in gewissen Dingen perfektionistisch bin und ich wollte unbedingt wieder richtig gut Skifahren, aber das geht halt alles nicht so schnell wie man sich das dann erhofft und als Ungeduldsperson schlechthin ist so etwas für mich sowieso schon eine Herausforderung.

Von halb 11 bis 13 Uhr bin ich dann durchgefahren, habe mich dem Berg hinunter und wieder hinauftragen lassen, und mit jedem Mal fahren konnte ich dann zum Ende hin wirklich Besserung merken. Ich war nicht mehr so angespannt, hab die Angst vor der Geschwindigkeit ablegen können und bin mit mehr Selbstbewusstsein auf den Skiern gestanden. Dann ist alles auch viel einfacher gegangen und ich habe mich besser abbremsen können und auch mehr getraut.
Um 13 Uhr dann bin ich im Tal zu Flo und Co essen gegangen, da auf den Berghütten nirgendswo ein Platz frei war. Ich habe schon um 12 herum einmal nach einem freien Platz gesucht, da war auch nichts frei und nachdem ich dann eine Stunde gefahren bin um wieder nachzusehen, war erst recht noch mehr los auf den Hütten. Das finde ich ehrlich gesagt schon blöd, dass es nicht so viele Hütten gab, und diese dann noch dazu recht klein sind. Aber im Tal habe ich dann ein Plätzchen gefunden und mir einen leckeren Germknödel schmecken lassen! Dort konnte ich mich dann mal richtig aufwärmen, denn ein weiterer Punkt der sehr mühsam war: die Skilifte. Vor allem der Lift der einen von Mariensee wieder rauf auf den Berg bringt, hielt alle 2 Minuten an und fuhr extrem langsam. Und wenn man dann ca. 20 Minuten braucht um wieder weiterfahren zu können, wird einem wirklich kalt. Denn der Lift ist nicht überdacht oder sonstiges. Es wurde zwar dann eh gesagt, dass man eher Richtung Mönichkirchen fahren soll, denn der Wind sei zurzeit einfach zu stark.

Nach der Erholungsphase kam leider auch die Erschöpfung und Müdigkeit. Einmal ging es dann noch ganz hinauf auf die Piste und mit viel Selbstbewusstsein wieder ganz nach unten. Eines was so schade ist, wenn man so lange nicht mehr gefahren ist: dann wenn es richtig anfängt Spaß zu machen, ist man leider schon so k.o., sodass man aufhört und wieder heimfährt. Aber ich hoffe doch, dass es dieses Jahr zumindest noch einmal für mich auf die Piste geht, damit sich das Ganze Erlebnis auch ausgezahlt hat! Mir hat es wirklich gefallen und für die Fahranfänger unter uns ist Mönichkirchen eine echt gute Möglichkeit wieder hineinzukommen.
Also auf auf, ab auf die Piste und keine Scheu, den die Piste hinunter kommt ihr schon, wie ist halt immer die Frage :-)

Alles Liebe,
Eure Betti

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*


Etwas suchen?